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Verantwortungsvolles Spielen
Die Schutzregeln, die für jeden erlaubten Anbieter gelten, die drei Sperrformen und die kostenlosen Beratungsstellen in Deutschland.
Diese Seite sammelt, was in Deutschland tatsächlich zur Verfügung steht, wenn Glücksspiel zu viel Raum einnimmt: die Schutzregeln, die für jeden erlaubten Anbieter gelten, die Sperren, die über das eigene Konto hinausreichen, und die kostenlosen Beratungsangebote. Alles hier Genannte kostet nichts und lässt sich ohne Zustimmung eines Anbieters in Gang setzen.
Sofortige Hilfe: Die Telefonberatung zur Glücksspielsucht des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit ist unter 0800 1 37 27 00 kostenlos und anonym erreichbar, auch für Angehörige.
Wie viel ist zu viel?
Ein festes Maß gibt es nicht. Auffällig wird ein Spielverhalten weniger über den Betrag als über die Rolle, die es im Alltag übernimmt. Wer nach einem Verlust weiterspielt, um ihn aufzuholen, verlässt den Bereich der Unterhaltung. Dasselbe gilt für Einsätze aus Geld, das für Miete, Raten oder Lebensmittel eingeplant war.
Die folgenden Zeichen tauchen in Beratungsstellen immer wieder auf. Zwei davon reichen, um das eigene Spiel ernsthaft anzusehen.
- Die Spielzeit wird länger, ohne dass es eine Entscheidung dafür gab.
- Einsätze steigen, weil kleinere Beträge kein Gefühl mehr auslösen.
- Verluste werden gegenüber Partnerin, Familie oder Freunden kleingeredet oder verschwiegen.
- Geld wird geliehen, um weiterzuspielen, oder Rechnungen bleiben liegen.
- Gedanken kreisen zwischen den Sitzungen um das nächste Spiel.
- Gereiztheit und Unruhe treten auf, sobald das Spielen nicht möglich ist.
Die Schutzregeln, die ohnehin gelten
Deutschland hat den Spielerschutz weitgehend aus der Freiwilligkeit genommen. Jeder Anbieter mit deutscher Erlaubnis hängt an denselben zentralen Systemen, und mehrere Grenzen wirken anbieterübergreifend. Das lohnt sich zu wissen, weil ein Anbieterwechsel diese Grenzen nicht aushebelt.
- Einzahlungslimit höchstens 1.000 Euro im Monat über alle erlaubten Anbieter zusammen, geführt in der Limitdatei von LUGAS
- Eigene Limits täglich, wöchentlich oder monatlich für Einzahlung, Einsatz und Verlust, jederzeit kostenlos änderbar
- Kein Parallelspiel die Aktivitätsdatei verhindert gleichzeitiges Spielen bei mehreren Anbietern
- Panikbutton sperrt das Konto sofort für 24 Stunden und muss auf jeder Seite sichtbar sein
- Höchsteinsatz im Regelfall 1 Euro je Spielrunde bei virtuellen Automatenspielen
- Kein Kredit Anbieter dürfen kein Darlehen gewähren und nicht auf Kredite verlinken
Eine Senkung des Einzahlungslimits greift sofort, eine Erhöhung erst nach einer Wartezeit. Diese Asymmetrie ist beabsichtigt und lässt sich bewusst nutzen: Wer das Limit an einem ruhigen Tag herabsetzt, muss die Entscheidung in einem unruhigen Moment nicht erst gegen sich selbst verteidigen.
Sperren: 24 Stunden, drei Monate oder länger
Drei Stufen stehen zur Verfügung. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie weit sie reichen: Der Panikbutton wirkt beim einzelnen Anbieter und läuft nach einem Tag von allein aus. Die Selbstsperre über OASIS gilt dagegen für alle erlaubten Anbieter in Deutschland, vom Online-Automatenspiel bis zur Spielbank, und endet frühestens nach drei Monaten. Eine Fremdsperre, beantragt etwa von Angehörigen oder einem Anbieter mit begründetem Verdacht, läuft mindestens zwölf Monate.
Der Antrag auf eine Selbstsperre ist kostenfrei und läuft über die Spielersperrdatei OASIS, die bei der Glücksspielaufsicht geführt wird. Beim Registrieren und bei jedem Login gleichen die Anbieter die Sperrdatei ab, deshalb wirkt eine Sperre auch dann, wenn später ein neues Konto eröffnet werden soll. Nach Ablauf der Mindestfrist bleibt sie bestehen, bis sie aktiv aufgehoben wird.
Wo es kostenlose Beratung gibt
Die Telefonberatung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit vermittelt auf Wunsch an eine Stelle in der Nähe und berät auch Angehörige, die selbst nicht spielen. Wer lieber schreibt, findet online dieselben Angebote. Keine dieser Stellen verlangt Geld, und niemand muss seinen Namen nennen.
- Telefon 0800 1 37 27 00, kostenlos und anonym
- Check dein Spiel Selbsttest, Wissensteil und Suche nach Beratung vor Ort
- Landeskoordinierungsstellen Übersicht der Beratungsangebote je Bundesland unter bundesweit-gegen-gluecksspielsucht.de
- Digitale Suchtberatung kostenlose Online-Beratung unter suchtberatung.digital
- Selbsthilfegruppen über die Beratungsstellen und die Landeskoordinierungsstellen vermittelt
Für Angehörige gilt eine eigene Empfehlung der Beratungsstellen: Schulden zu übernehmen verschiebt das Problem meist nur. Eine Fremdsperre über OASIS und ein Gespräch in einer Beratungsstelle ändern mehr als ein ausgeglichenes Konto.
Vier Einstellungen, die vor dem ersten Einsatz Sinn ergeben
- Das anbieterübergreifende Einzahlungslimit auf einen Betrag setzen, der auch in einem schlechten Monat verschmerzbar wäre, nicht auf die zulässige Obergrenze.
- Zusätzlich ein Verlustlimit beim einzelnen Anbieter festlegen, weil es anders rechnet als das Einzahlungslimit.
- Die automatische Auszahlung von Gewinnen ab einem festen Betrag aktivieren, damit Gewinne das Konto verlassen.
- Den Panikbutton einmal suchen, solange nichts passiert ist. Im Ernstfall zählen Sekunden, keine Menüwege.
Minderjährige, Werbung und was wir hier nicht tun
Glücksspiel ist in Deutschland Erwachsenen ab 18 Jahren vorbehalten, und für Einsätze oberhalb von einem Euro gilt bei virtuellen Automatenspielen seit dem 1. Juli 2026 eine Altersgrenze von 21 Jahren. Werbung für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele ist in Rundfunk und Internet zwischen 6 und 21 Uhr untersagt.
Casino Fazit schreibt über Angebote mit deutscher Erlaubnis und verdient an Partnerlinks. Anbieter ohne Erlaubnis verlinken wir nicht, weil dort weder Einzahlungslimit noch OASIS noch eine Aufsicht greifen, an die sich eine Beschwerde richten ließe. Wer sich gesperrt hat und trotzdem Werbung erhält, kann das der Glücksspielaufsicht über ihr Hinweisportal melden.
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